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Der Bischof von Regensburg in Aufkirchen

Pfarrer Zott hatte zum zweiten Mal zum „Männerfrühstück“ ins Aufkirchener Pfarrheim eingeladen. Es waren aber nicht nur die Weißwürst und die ofenfrischen Brezen, die die vielen Männer aus dem Pfarrverband und darüber hinaus anlockten, sondern vor allem der Gast, der als Referent angesagt war, nämlich der Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer.
Zentrales Thema seines Referates war das Leben des Fritz Gerlich, eines viel zu wenig bekannten Publizisten, der bereits in den 1920er Jahren vor Hitler und den Nationalsozialisten gewarnt hatte. Gerlich war Hauptschriftleiter der „Münchner Neueste Nachrichten“, des Vorgängerblattes der Süddeutschen Zeitung. 1930 muss er diese Position aufgeben, gründet jedoch eine neue Zeitung, mit der er seinen Warnungen fortsetzt. 1933 wird seine Redaktion von einer SA-Truppe verwüstet, Gerlich wird verhaftet und 1934 in Dachau erschossen.
Ende 2017 wurde der Seligsprechungsprozess für den Märtyrer Fritz Gerlich eröffnet.
Alles in Allem: Ein sehr lohnender Vormittag im Aufkirchener Pfarrheim.

Ihre Stimme zum Synodalen Weg

Mit Beginn des sogenannten Synodalen Weges am 1. Dezember 2019 ist auch die Internetseite www.synodalerweg.de aktiv. Sie bietet allen Interessierten verschiedene Möglichkeiten zur Beteiligung. Zum Beispiel gibt es die Rubrik „Ihre Stimme zum Synodalen Weg“. Dort können zu den verschiedenen Foren des Synodalen Weges eigene Überlegungen, Meinungen und Beratungsvorschläge in ein Frageformular eingetragen werden. Die Fragen können bis zum 23. Januar 2020 beantwortet werden. Die Antworten werden ausgewertet und fließen in die Beratung der Synodalversammlung und der Foren ein. Insgesamt gibt es vier Synodalforen. Sie bearbeiten die Themen „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“, „Priesterliche Existenz heute“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“.

Alles Gute im Neuen Jahr!

…wünscht der Wangener Kirchenchor.

Ludus de nato infante mirificus

Dr. Wolfgang Schwab liest Carl Orff (Foto: thp)

Dass hinter dem seltsamen lateinischen Titel eine urbairische Geschichte steckt, das hatten wahrscheinlich die wenigsten Besucher erwartet. Die Pfarrgemeinde Wangen hatte zur Lesung des kaum bekannten Weihnachtspiels von Carl Orff ins Wangener Pfarrheim eingeladen.
Prälat Dr. Wolfgang Schwab überraschte die Gäste mit einem sprachlichen Feuerwerk, indem er in eine Vielzahl verschiedener Rollen schlüpfte und in seinem „rupertiwinklerisch“ gefärbten Bairisch alle denkbaren lauten und leisen Töne anschlug. So lieh er seine Stimme den geifernden Hexen und gleich darauf den himmlischen Engelschören, um schließlich noch die Gespräche der Hirten und der „schlafenden Blumen“ ins Geschehen einzubringen.
Das „Geschehen“ beschreibt wie in vielen Krippenspielen die Herbergssuche von Maria und Josef. Das Besondere dabei ist aber, dass diese nicht selbst zu Wort kommen, sondern sich alles in den Kommentaren der Randfiguren widerspiegelt: Die bösen Mächte werden dabei von den Hexen verkörpert, die dem herbergssuchenden Paar alles Schlechte anzutun versuchen. Dem gegenüber versuchen die guten Mächte, die durch die unsichtbaren Engelsheere dargestellt werden, die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen. Die Hirten schließlich erfahren in ihren Träumen von der Geburt des neuen Königs und finden schlussendlich das heilige Paar mit dem Christuskind im Stall von Bethlehem.
Die Gäste im vollbesetzten Wangener Pfarrheim waren nach der Lesung, die von der Wangener Stubnmusi umrahmt wurde, richtig ergriffen – einerseits von der Wortgewalt des Autors Carl Orff, andererseits von der nicht minder eindrucksvollen Interpretation seitens Dr. Schwab.
Das Erlebte musste noch geraume Zeit bei Glühwein und Lebkuchen diskutiert werden. thp

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