Ökumenisches Reformationsgedenken:
„Was feiern wir eigentlich?“

Dr. Koch und Dr. Schwab beim ökumenischen Gesprächsabend in Wangen (ABr)

Beim Gesprächsabend im Pfarrheim Wangen am vergangenen Dienstag zum Thema „500 Jahre Reformation – was feiern wir eigentlich?“ schilderten die beiden Referenten, Domkapitular a.D. Dr. Wolfgang Schwab und der evangelische Starnberger Pfarrer Dr. Stefan Koch den bewegten Verlauf der 500-jährigen Geschichte, die nach 400-jähriger Missachtung und Gegnerschaft nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts, im 2. Vatikanischen Konzil, durch Kommissionen für die Einheit der Kirchen, durch die gemeinsame Deutung der Rechtfertigungslehre u. dgl. eine sehr weit gehende Annäherung der beiden Konfessionen brachte, die bis heute zum gemeinsamen Gedenken des Reformationsjubiläums und zu gemeinsamen Versöhnungsgottesdiensten führte.
Die beiden Theologen waren sich einig, dass aufgrund der Gemeinsamkeiten in der Freude am Evangelium, der Grundlage in der Taufe, in Abendmahl und Eucharistie und im beiderseitigen Bekenntnis zu den begangenen Sünden gegen die Einheit heute kein Grund mehr für eine Spaltung der Kirche vorhanden wäre. (ABr)